Über

… das Kino

»Indem der Film durch Großaufnahmen, durch Betonung versteckter Details an den uns geläufigen Requisiten, durch Erforschung banaler Milieus unter der genialen Führung des Objektivs, auf der einen Seite die Einsicht in die Zwangsläufigkeiten vermehrt, von denen unser Dasein regiert wird, kommt er auf der anderen Seite dazu, eines ungeheuren und ungeahnten Spielraums uns zu versichern! Unsere Kneipen und Großstadtstraßen, unsere Büros und möblierten Zimmer, unsere Bahnhöfe und Fabriken schienen uns hoffnungslos einzuschließen. Da kam der Film und hat diese Kerkerwelt mit dem Dynamit der Zehntelsekunden gesprengt, so daß wir nun zwischen ihren weitverstreuten Trümmern gelassen abenteuerliche Reisen unternehmen.« (Walter Benjamin)

… mich

27, Student, schätzt Filme, Bücher und Museen. Wühlt in alten Kisten nach alten Medien. Umso staubiger, desto besser. Berufsskeptiker. Teilzeitphilosoph. Therapeut von schlimmen Fingern. Jackson Pollock. Mark Rothko. Michel Foucault. Judith Butler. Susan Sontag. Postmoderne. Theorie. Systemanalyse. Das Große. Das Ganze. Das Ich. Die Welt. Mein Kopf. Das Kino.

Der künstliche Graben zwischen vermeintlicher Hochkultur und vermeintlicher Trivialkultur existiert für mich nicht. Beides weiß, uns etwas über die Zeit zu sagen, in der wir leben. Deshalb interessiere ich mich für jegliche Sparten visuellen Geschichtenerzählens, besonders für die, in denen Bilder „Eruptionen, Zerwürfnisse und Chancen zwischenmenschlicher, lebensweltlicher Prozesse“ (Autor bis dato unbekannt*) metaphysisch einrahmen. Das Kino Michelangelo Antonionis, David Lynchs und Christian Petzolds inspiriert mich immer wieder. Ich schreibe über Filme, um mich an diese zu erinnern und um ein paar spannende Perspektiven auszugraben, die ich gern weiterverschenken möchte. Filmkritik ist Archäologie.

Bis vor kurzem führte ich einen anderen Blog und habe mich entschieden, in ein Eigenheim zu ziehen, das mir mehr gestalterische Möglichkeiten bietet: „Alone, in a strange galaxy. Maybe right now, i’m settling in for the long nap. By the light of my new sun. In my new home.“

… Lieblingsfilme

  • „Professione Reporter“ (1975, Antonioni)
  • „Network“ (1976, Lumet)
  • „Crash“ (1996, Cronenberg)
  • „Jackie Brown“ (1997, Tarantino)
  • „Eyes Wide Shut“ (1999, Kubrick)

Lieblingsserien

  • „Twin Peaks“ (1990-2017)
  • „Six Feet Under“ (2001-2005, HBO)
  • „The Wire“ (2002-2008, HBO)
  • „Breaking Bad“ (2008-2013, AMC) / „Better Call Saul“ (2015-, AMC)
  • „The Leftovers“ (2014-2017, HBO)

… Lieblingsbücher

  • „Die Verwandlung“ (1912, Kafka)
  • „Wunschloses Unglück“ (1972, Handke)
  • „Oracle Night“ (2003, Auster)
  • „The Road“ (2006, McCarthy)
  • „The Dark Tower“ (1982-2012, King)

… letzte Worte

Ich hoffe, alle meine Leserinnen und Leser nehmen sich zu Herzen, dass sie nicht den Weg zu diesem Blog finden sollen, wenn sie sich über einen Film informieren wollen und abwägen, ob dieser das Eintrittsgeld lohnt. Ich betreibe keine Werbeplattform und verfasse keine Empfehlungsschreiben. Stattdessen sind meine eher essayistischen Texte an diejenigen gerichtet, die den Film bereits gesehen haben. Auf Spoiler-Warnungen verzichte ich dementsprechend. (Ausnahmen bestätigen die Regel.)

Frohes Lesen!

Beehren Sie mich bald wieder.

*Mithilfe außerordentlich erwünscht

Header-Bild © STUDIOCANAL: „Liebe 1962“ / „L’eclisse“ (I, F 1962/Regie: Michelangelo Antonioni)

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑

Erstelle deine Website auf WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: